Für wen ist diese Seite relevant?
Geschäftsführungen, Finanzabteilungen, Einkauf, IT- und Security-Verantwortliche - überall, wo Zahlungen ausgelöst oder Vertragspartner per Mail koordiniert werden.
Was ist BEC?
Business Email Compromise ist eine gezielte Angriffsform mit Mailbezug. Im Unterschied zu klassischem Phishing geht es um konkrete Geschäftsprozesse - Zahlung, Liefer-, Vertrags- oder Personalvorgänge.
Typische Szenarien
Zahlungsumleitung: scheinbar bekannte Lieferanten teilen eine neue Bankverbindung mit.
CEO Fraud: vermeintliche Geschäftsführung fordert dringende Überweisung.
Lieferantenkommunikation: ein kompromittiertes Lieferantenpostfach übernimmt laufende Korrespondenz.
Kompromittierte interne Postfächer: Angreifer beobachten echte Vorgänge und greifen im richtigen Moment ein.
Maßnahmen
Phishing-resistente [MFA](/de/mfa) schließt viele Vorstufen.
Mehraugenprinzip und Out-of-Band-Verifizierung bei Bankdatenänderungen.
Klare Zahlungsfreigabeprozesse mit Limits.
Regelmäßige Awareness für Finanz- und Einkaufsfunktionen, siehe Security Awareness.
Mailbox-Regeln und Anomalien überwachen, siehe Microsoft 365 Security.
Meldewege für verdächtige Vorgänge bekannt und niedrigschwellig.
Praxisbild
Eine Buchhaltung erhält eine plausible Mail eines bekannten Lieferanten mit geänderter Bankverbindung. Weil ein Out-of-Band-Anruf vorgeschrieben ist, fällt der Angriff auf und die Überweisung wird gestoppt.
Checkliste
- Phishing-resistente MFA überall
- Mehraugenprinzip bei Zahlungen
- Out-of-Band-Verifizierung neuer Bankdaten
- Mailbox-Regeln regelmäßig auf Anomalien prüfen
- Awareness-Module für Finanz und Einkauf
- Klare Meldewege für verdächtige Mails und Vorgänge
Häufige Fragen
+Was ist der Unterschied zu Phishing?
Phishing ist breiter und oft generisch. BEC ist gezielter und an konkrete Geschäftsprozesse gekoppelt.
+Reicht ein Spamfilter?
Nein. Viele BEC-Mails sind technisch unauffällig und nutzen vor allem Vertrauen und Prozesse aus.
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